1 Eis und Wasser

Uit Het Digitale Huis
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Epoche: 
Jäger und Bauern
Es gibt nicht viele niederländische Städte, von denen man sagen kann, dass sie sich über ihre Landschaft erheben. Nimwegen ist eine dieser Ausnahmen. Die Stadt verdankt diese erhobene Lage einer eiskalten Vergangenheit.

Während der vorletzten Eiszeit stießen die Gletscher von Skandinavien aus so weit vor, dass sie das Gebiet erreichten, das heute «die Niederlande» genannt wird. Eismassen mit einer geschätzten Dicke von mindestens zweihundert Metern schoben den Untergrund in die Höhe. So entstanden vor über 130.000 Jahren nicht nur die Moränen der «Utrechtsen Hügelkette» und die der «Veluwe», sondern auch jene von Nimwegen-Kleve.

Im Reich von Nimwegen liegt der höchste Punkt der Moräne bei Groesbeek (99 Meter). Der größte Teil von Nimwegen liegt nicht auf der Moräne selbst, sondern auf einer fächerförmigen Ebene aus Sand und Kies, die vom Schmelzwasser, das die Moräne herabströmte, hinterlassen wurde. Vom «Kops Plateau» läuft diese Spülsandebene allmählich in westlicher Richtung ab. Die relativ flache und hohe Lage, am steilen Rand entlang eines Flusstals, verlieh dem «Kops Plateau» und dem benachbarten Hunnerberg eine strategische Position. Nicht umsonst wurden diese Stellen viele Jahre später von den Römern als Lagerplätze ausgewählt. Auch die letzte Eiszeit hat noch zur Bildung des Nimwege­ner Bodens beigetragen.


Das Inlandeis reichte zwar nicht bis hier, aber insbeson­dere am Ende jener kalten Periode, vor etwa zwölftausend Jahren, hatte der Wind freies Spiel mit dem unbewachsenen und kalten Boden. Dies führte dazu, dass der niedrigste Teil der Spülsandebene von einer aufgewirbelten Sand- oder Lössschicht abgedeckt wurde. Während der letzten Eiszeit entstanden die meisten Schmelzwassertäler. Das «Hengstdal» ist das deutlichste Beispiel.

Wir können davon ausgehen, dass die Vorgeschichte der Waal mit dem Ende der letzten Eiszeit beginnt. Das Schmelzwasser, das sich damals aus dem deutschen Gebiet mit Gewalt einen Weg in Richtung Nordsee bahnte, bildete zwischen Arnheim und Nimwegen eine ausgesteckte dürre Ebene, mit einem Labyrinth von Wasserläufen, die hauptsächlich groben Sand, Kies und Steine absetzten. Im Laufe der Zeit änderte sich dieses verworrene Fluss-System in ein System von mäandernden Flüssen mit einer viel ruhigeren Strömung. Vor mehr als fünftausend Jahren bildete sich, entlang der nimwegener Moräne ein breiter Flussgürtel, der das Wasser in nordwestlicher Richtung zur Küste abführte. Dieser wichtige Wasserlauf – der zuerst auch das Gebiet des «Waalsprungs» (ein neu erschlossenes Wohngebiet in der Betuwe) durchschnitt – blieb noch fast dreitausend Jahre intakt, jedoch entstanden bereits vor etwa viertausend Jahren darüber hinaus die Vorläufer des heutigen Niederrheins und der Waal.

Es ist der Fluss gewesen, der Nimwegen die Möglichkeit bot, sich zu einer Legionsfestung, zu einem Verwaltungszentrum, zu einer wohlhabenden Handels- und Festungsstadt zu entwickeln. Der römische Historiker und Autor Tacitus lässt keinen Zweifel daran, dass die Waal in dieser Gegend der breiteste Fluss war, ein Status, den sie bis zum heutigen Tag behalten hat.
Die Entstehung der Landschaft
Ca. 130.000-4.000 v. Chr.
D.A. van de Wart, Naar het Zuid-Oosten (1806). Sicht vom Belvédère auf die abgeholzte Moräne (MHV)

Quelle: Peter van den Broeke und Mieke Smit, in: De Canon van Nijmegen, Uitgeverij Vantilt (Nijmegen 2009)