21 Der Frieden von Nimwegen

Uit Het Digitale Huis
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Epoche: 
Regenten und Fürsten
1672 war ein Katastrophenjahr: Französische Trup-pen besetzten große Teile der östlichen Niederlande, unter ihnen auch Nimwegen. Es herrschte Krieg. Die Franzosen verblieben zwei Jahre in der Stadt. Danach schleppte sich der Krieg anderenorts noch einige Jahre fort, bis 1676 die Friedensverhand-lungen begonnen. Platz der Versammlung war die zentral gelegene Stadt Nimwegen.

Der Frieden von Nimwegen (1678-1679) beendete einen jahrelangen Kampf zwischen der Republik, Frankreich, Spanien und ihren Bundgenossen. Anfänglich hatte die Republik in diesem Kampf schlechte Aussichten. Aber die Kriegschancen wendeten sich, als es dem französischen König Ludwig XIV. nicht gelang, die holländische Wasserlinie zu durchbrechen und Admiral Michiel de Ruyter den französischen Bundgenossen England zu besiegen wusste. Als der englische König im Februar 1674 Frieden mit der Republik schloss, sah Ludwig ein, dass seine Eroberungspläne gescheitert waren.

Danach begann das Tauziehen um die Stadt, wo die Friedenskonferenz stattfinden sollte. Nachdem sich herausstellte, dass Köln nicht die benötigte Sicherheit bot, und London, Breda und Kleve nicht in Frage kamen, wurde als Kompromiss Nimwegen gewählt. Mitte 1676 kamen die vielen Vertreter «des Kaisers, der Könige, Republiken, Prinzen und Potentaten» zusammen. Die Nimwegener wussten nicht, was sie sahen. Großen Eindruck machte der päpstliche Gesandte, der, gekleidet mit einem purpurnen Gewand mit einem diamantenen Brustkreuz, mit drei von sechs Pferden gezogenen Kutschen und mit einem Gefolge von Lakaien, in der Stadt eintraf. Der nächste Höhepunkt war die Ankunft der französischen Gesandtschaft. Die Botschafter trugen prächtige, sehr kostbare Anzüge, sie saßen in glanzvollen, mit sechs Pferden bespannten Kutschen und hatten ein Gefolge von sechzig schwer beladenen Wagen. Weiter kamen noch fünfzig andere Vermittler mit ihren Familien und ihrem Personal in die Stadt. Sie stiegen in den vornehmsten Häusern der Stadt ab. Der niederländischen Botschafter in Doddendaal, die Franzosen an der Burcht­straat, die Spanier an der Houtstraat, die Engländer an der Begijnenstraat und die Schweden an der Lange Hezelstraat. In jenen Monaten muss die Stadt wunderschön ausgesehen haben, da die Fassaden der Häuser, in denen die Diplomaten verblieben, mit fürstlichen Waffenschilden und manchmal auch mit dem Wappenschild des Gesandten geschmückt waren.

Bevor verhandelt werden konnte, mussten allerlei Regeln hinsichtlich des Titels und der Anrede festgelegt werden. Der Rang eines betreffenden Diplomaten deutete nämlich an, auf welcher Augenhöhe er mit seinen Gegnern verhandeln wollte. Danach konnten die Verhandlungen beginnen, manchmal dauerten sie nächtelang, bis am 11. August 1678 der Frieden zwischen der Republik und Frankreich unterzeichnet werden konnte. In den nächsten Monaten folgten die Friedensverträge zwischen den anderen Ländern. Viele Bilder, Gemälde und Münzen sind dem Frieden von Nimwegen gewidmet, aber sie verweisen kaum auf die Stadt. Allenfalls ist auf manchen Gemälden der Trêvessaal des Rathauses zu erkennen. Lediglich auf niederländischen Münzen anlässlich dieses Friedens ist die Stadt, das Stadtwappen oder die Silhouette Nimwegens gut erkennbar.
Kurzeitig das Zentrum Europas
1672-1679
Henri Gascard, Der Friede von Nimwegen, 1679 (MHV)

Quelle: Jac Geurts, in: De Canon van Nijmegen, Uitgeverij Vantilt (Nijmegen 2009)