22 Festungsstadt

Uit Het Digitale Huis
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Epoche: 
Perücken und Revolutionen
Aufgrund ihrer Lage an der Grenze war Nimwegen eine wichtige Festung für die Verteidigung des Landes. Trotzdem ließen der Erhalt und die Erneuerung der Festungsanlagen oft, mit all seien Konsequenzen, zu wünschen übrig.

Der Wechsel von der spanischen zur staatlichen Seite in 1591 hatte für Nimwegen einschneidende Folgen. Von diesem Zeitpunkt an war die Stadt ein Teil der Republik und hatte sich damit die Funktion ihrer Festungsanlagen geändert. Früher hatten die Mauern und Türme die unabhängige Position der Stadt unterstützt. Nun sollten die Festungsanlagen nicht sosehr die Bewohner schützen als vielmehr die Republik verteidigen, insbesondere die Hauptprovinzen Holland und Zeeland. Dies bedeutete, dass die Generalstaaten für die Verteidigungsanlagen verantwortlich wurden. Aber weil der holländischen Wasserlinie immer mehr Bedeutung zugemessen wurde, ließ die Aufmerksamkeit für die Qualität der Mauern zu wünschen übrig und wurden nur in akuten Notfällen Erneuerungen durchgeführt. Die verschlafene Festungsstadt Nimwegen wurde unsanft durch u. a. einen spanischen Einfall 1635-1636 und einen Angriff der Franzosen im Katastrophenjahr 1672, wachgerüttelt. Unmittelbar begann man dem Wiederaufbau der Mauern, aber die Arbeiten wurden nie richtig vollendet. Dasselbe geschah während internationaler Spannungen in 1747 und 1780.

Für die Verteidigung der Stadt wurde der Akzent immer mehr auf den Bau von Erdwällen gelegt, die mehr als die mittelalterlichen, hohen backsteinernen Mauern den Kanonen des Feindes widerstehen konnten. Weil Feuerwaffen eine größere Reichweite bekamen und über den Mauern hinweg die bürgerliche Bevölkerung treffen konnten, war es ratsam, den Feind so weit entfernt wie möglich zu halten. Dies hatte zur Folge, dass in immer größerer Entfernung der Mauern Außenanlagen errichtet wurden, die die ersten Schüsse auffangen mussten. Sie schirmten u. a. die Tore ab, um zu verhindern, dass diese mit einem gut gezielten Schuss in Stücke geschossen wurden. Bekannt ist die Schanze Knodsenburg an der gegenüberliegenden Seite der Waal, die das Ufer der Stadt schützen sollte. Um 1700 entstanden Lünetten bei Bottendaal, Steenen Kruis, Kijk in de Pot und am Hunnerberg, die einige Jahrzehnte später vom Fort Hollandia auf einer Sandbank in der Waal gefolgt wurden.

Eine Folge der Aufnahme ins Verteidigungssystem der Republik war die Unterbringung einer Garnison, die in spannungsreichen Zeiten bis auf gut zehntausend Mann ausgeweitet werden konnte, wie bei dem spanischen Angriff in 1635-1636, später aber wieder bis auf weniger als tausend Mann abnahm. Außer dem Kirchenrat, der Bedenken hegte gegen die Moralität der Garnison, haben die Nimwegener die Soldaten meistens in ihr Herz geschlossen. Nicht nur weil sie für einen wirtschaftlichen Impuls sorgten, sondern auch weil viele Ehen zwischen Soldaten und nimwegener Töchtern zu einer engen Beziehung führten.
Nimwegen schützt die Republik
Ca. 1600-1800
Rudolph Lauwerier, Bau des Forts Kijk-in-de-pot 1861-1862 (MHV)

Quelle: Jac Geurts, in: De Canon van Nijmegen, Uitgeverij Vantilt (Nijmegen 2009)