48 Euregio Rhein-Waal

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Epoche: 
Fernsehen und Computer
Für Nimwegen sind Kontakte zum Nach-barland Deutschland seit dem Mittelalter ganz selbstverständlich. In der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts wurden diese Kontakte durch die Errichtung der Euregio Rhein-Waal weiter formalisiert und intensiviert.

Die Pläne für die Euregio stammen aus jener Zeit, in der die Autobahn A15 zwischen der so genannten Randstad (Ballungszentrum) und dem Ruhrgebiet angelegt wurde. Behörden aus den Niederlanden und Deutschland besprachen in 1963 im Schloss Doornenburg die wirtschaftlichen Möglichkeiten dieser neuen Verbindung. Dieser erste Kontakt schmeckte nach mehr. Alle Parteien erkannten die Bedeutung politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Zusammenarbeit. Sie entschlossen sich dazu, die bereits bestehenden Kontakte zu unterhalten und zu vertiefen. Dies führte am 21. April 1978 zur Gründung der Euregio Rhein-Waal.

In den vergangenen dreißig Jahren wurden die Aktivitäten der Euregio stark ausgedehnt. Unter dem Motto «grenzen­lose Zusammenarbeit» will die Organisation den Prozess europäischer Integration im deutsch-niederländischen Grenzgebiet fördern – u.a. durch die Subventionierung grenzüberschreitender Projekte, z. B. auf dem Gebiet der Wirtschaft, Kultur oder dem Tourismus. Auch stimuliert die Euregio die Zusammenarbeit bei der Katastrophenbekämpfung und dem Naturschutz. Soziale Kontakte zwischen Deutschen und Niederländern werden durch Schüleraustauschprogramme und Sportveranstaltungen gefördert. Weiterhin nimmt die Euregio die Interessen des Grenzgebietes und ihrer Bewohner bei nationalen und europäischen Behörden wahr.

Die Euregio Rhein-Waal kann sich dies, Dank der Unterstützung von etwa fünfzig niederländischen und deutschen Mitgliedern, leisten: niederländische und deutsche Gemeinden, Kreise, Industrie- und Handelskammern und der Landschaftsverband Rheinland. Seit 2004 ist die Gemeinde Nimwegen Vorsitzender der Euregio, zuerst in der Person der Bürgermeisterin Guusje ter Horst und seit 1. März 2007 ihrem Nachfolger Thom de Graaf. Aufgrund dessen ist Nimwegen stark mit der Euregio Rhein-Waal verbunden. Dies geht auch aus der Tatsache hervor, dass viele nimwegener Einrichtungen in den grenzüberschreitenden Projekten partizipieren. Das UMC St. Radboud ist z. B. eng am Projekt «Grenzüberschreitende Gesundheitspflege» beteiligt, in dem niederländische und deutsche Gesundheitseinrichtungen Erfahrungen austauschen. Das ROC Nimwegen ist einer der Initiatoren der «Ler(n)enden Euregio» und deren Fortführung «Euzubi», wobei Schüler die Ausbildungsmöglichkeiten im Nachbarland kennen lernen. In 2005, bei der Feier des 2000-jährigen Bestehens von Nimwegen, wurden mit Unterstützung der Euregio Rhein-Waal mehrere kulturelle Projekte realisiert, z. B. «Literarische Baken», eine Route entlang charakteristischer Plätze in Nimwegen mit Zitaten von nimwegener Autoren und Dichtern.

Im Jahr 2007 startete ein neues europäisches Förderungsprogramm für Grenzregionen: INTERREG IV A. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Einrichtungen, Vereinen und Bewohnern. Auch Nimwegen beteiligt sich aktiv an diesem Programm.
«Grenzenlose Zusammenarbeit»
Ab 1978
Grenzübergang zwischen den Niederlanden und Deutschland bei Beek, 1910 (RAN)

Quelle: Mariska van der Giessen, in: De Canon van Nijmegen, Uitgeverij Vantilt (Nijmegen 2009)