8 Die Valkhofburg

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Epoche: 
Städte und Staaten
Aufgrund eines langen internen Kampfes innerhalb des früheren Reiches von Karl dem Großen und durch wiederholte Einfälle der Normannen bröckelte die Staatsmacht im zehnten und elften Jahrhundert langsam ab. Die königliche Pfalz auf dem Valkhof ge­riet in Verfall. Bis Kaiser Friedrich Barbarossa auf der Bühne erschien.

Im Jahr 1047 wurde die Pfalz auf dem Valkhof von Grafen und anderen Edelleuten, die gegen den deutschen König Heinrich III. aufständisch geworden waren, in Brand gesetzt. Von diesem Zeitpunkt an verlor Nimwegen vorläufig seine Bedeutung als Verwaltungszen­trum des deutschen Königreiches. Die Könige ließen sich für längere Zeit kaum in Nimwegen blicken. Von einem eventuellen Wiederaufbau der Pfalz ist uns nichts bekannt. Nur die etwa 1030 gebaute und noch existierende Nikolauskapelle oder Valkhofkapelle konnte der Gewalt von 1047, jedoch in beschä­digtem Zustand, trotzen. Erst Kaiser Friedrich Barbarossa zeigte im zwölften Jahrhundert wieder deutliches Interesse für Nimwegen. Er besuchte Nimwegen einige Male und stellte als Stellvertreter einen Burggrafen an, dem er die Leitung über die Verwaltung und die militärische Verteidigung übertrug. Barbarossa ließ die vernachlässigte Pfalz, zu größerer Ehre und höherem Ruhm seiner selbst und der des Deutschen Reiches, in großem Stil wieder auf­bauen. Dank seiner Bemühungen entstanden die Gebäude, die letztendlich bis zum Abriss in den Jahren 1797-1798 auf dem Valkhof gestanden haben. Der imposanteste Teil war der massive Turm, der «Riesenturm», der über allen anderen Pfalzgebäuden emporragte. Zur Gelegenheit des Wiederaufbaus der Pfalz ließ Kaiser Barbarossa einen Gedenkstein anbringen. Diesen Stein mit Inschrift ist heute noch im Museum Het Valkhof zu besichtigen. Die Inschrift verweist auf die ruhmvolle Vergangenheit der Burg, die noch von Julius Caesar errichtet sein soll. Dies entspricht zwar nicht den historischen Tatsachen, aber es zeigt, dass Kaiser Barba­rossa sich selbst einen genauso wichtigen Platz in der Geschichte zuschrieb als Julius Caesar.

Von allen Gebäuden aus der Zeit von Barbarossa ist nur die Barbarossa-Ruine oder Martinskapelle, ein Überrest der Palastkapelle, im letzten Augenblick vor dem Abbruch gerettet worden. Dank Abbildungen und Ausgrabungen wissen wir wohl, wie die Valkhofburg aus­gesehen hat. Das Gelände der Burg war ringsum von Mauern umgeben, die mit der Stadtmauer verbunden waren. Allerdings war die Valkhofburg kein Teil der Stadt. Sie war als königliche Residenz gebaut worden und wurde später zu einer der Residenzen der Grafen und Herzöge von Geldern. Wenn sie nicht auf dem Valkhof verblieben, wurden ihre Angelegenheiten vom Burggrafen wahrgenommen. Im Übrigen stammen die Namen «Valkhof» und «Valkhofburg» erst aus dem vierzehnten Jahrhundert oder später, als Hinweis auf die Falknerei die von den adligen Bewohnern betrieben wurde.
Kaiser Barbarossa baut einen Riesenturm
1155
Jan van Goyen, Sicht auf die Valkhofburcht aus Nordwest, 1641 (MHV)

Quelle: Jan Kuys, in: De Canon van Nijmegen, Uitgeverij Vantilt (Nijmegen 2009)